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Memphis

Memphis war lange die Hauptstadt von Ägypten

König Menes, der erste Pharao, gründete die Stadt Memphis vor 5.000 Jahren und war seitdem für lange Zeit Hauptstadt des Ägyptischen Reiches. Erst ab der 11. Dynastie wurde sie als Residenz von Theben ersetzt. Dennoch war Memphis bis zur Gründung Alexandrias ein sehr wichtiges wirtschaftliches als auch kulturelles Zentrum, und zur Zeit des Neuen Reiches war die Stadt aber plötzlich wieder als Verwaltungsmittelpunkt bedeutend.
 

Memphis - Sphinx Skulptur

Der Ursprung des Apiskultes, bei dem der Gott Ptah verehrt wurde, ist auch der 18 Kilometer südlich von Kairo gelegenen Stadt zuzuordnen. Ptah als Hauptschöpfergott und somit Symbol der Fruchtbarkeit erhielt auch einen Tempel, dessen Bau unter Menes stattfand und später von Ramses II. erweitert wurde. Da Ptah eher als Erdengott fungierte, erschuf er die Menschen in religiösem Sinne indem er sie aus Ton formte. Aus diesem Grund wurde er desweiteren als Schutzgott des Handwerks gesehen.
Aufgrund natürlicher Veränderungen des Nilverlaufs verschob sich Memphis im Laufe von Jahrtausenden. In der 1. Zwischenzeit lag der Ort weiter südlich, also näher an Sakkara, und später mehr im Osten.

Sakkara - Stufenpyramide

Im Alten Reich entwarf Imhotep in Memphis die erste Stufenpyramide, welche König Djoser dann in Sakkara erbaute. Die daraus resultierende Faszination ließ auch die nachfolgenden Pharaonen veranlassen, derartige Bauwerke zu errichten. Insgesamt neun der sehr bekannten Pyramiden ragen in der näheren Umgebung aus dem Boden – darunter die Cheopspyramide und die des Chephren.

Im Mittelalter dienten die Tempelanlagen von Memphis als Steinbruch für in Kairo entstehende Bauwerke.

 

Memphis - Ramses II. Statue
Sakkara - Stufenpyramide, Innen