Trinkgeld und Bakschisch in Ägypten für Reiseführer
Wie jedes andere Reiseland auch, hat Ägypten seine Besonderheiten. Das kulturhistorische Welterbe machte das Land im Nordosten Afrikas weitaus früher zum Reiseziel als vergleichbare Regionen. Insofern gehören Touristen für die Ägypter zu einem gewohnten Erscheinungsbild. Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes und die Menschen sind sich dessen auch bewusst. Betteln wie man es nicht nur aus Drittwelt- und Schwellenländern kennt, ist in Ägypten verpönt. Durch derartige Verhaltenweisen sehen sich die Ägypter in ihrem Stolz verletzt. Sie sind sehr hilfsbereit gegenüber ihren Gästen. Diese Hilfsbereitschaft indes ist keineswegs eine altruistische Lebenshaltung, sondern auch eine Art von Dienstleistung. Ob am Flughafen bei der Gepäckannahme, der Schuhputzjunge auf der Straße oder fröhliche Kinder, die sich gern für ein atmosphärisches Erinnerungsfoto zur Verfügung stellen.
Allerorten preist man einen Dienst an und erwartet bei dessen Inanspruchnahme einen kleinen Obolus. Dieser ist besser als Bakschisch bekannt. Ursprünglich Almosen von Wohlhabenden an Ärmere, hat sich Bakschisch im touristischen Tagesgeschäft zu einer Art von Trinkgeld entwickelt. Für Zimmerdienste im Hotel sollte man pro Woche umgerechnet 10 – 15 Euro einrechnen. Da das Personal öfters wechseln kann, empfiehlt es sich dem Hotelboy das Trinkgeld täglich hinzulegen. Grundsätzlich gern genommen werden auch Kugelschreiber oder Einwegfeuerzeuge. Daher ist es nie verkehrt, ein paar davon im Ägyptenurlaub dabei zu haben.

