Steigenberger Hotels finden neuen Eigentümer in Ägypten
Die im Jahr 1930 mit dem Europäischen Hof in Baden-Baden gegründete Hotelkette wurde nun an den in Ägypten ansässigen Tourismus-Konzern Travco verkauft. Das Familienunternehmen betrieb zuletzt 81 Hotels und beschäftigte weltweit knapp 6.800 Mitarbeiter. Durch den Verkauf soll die Zukunft aller Hotels und der Mitarbeiter langfristig gesichert werden, Schließungen stünden demnach ebenso wenig zur Debatte wie ein Abbau des Personals, wie eine Steigenberger-Sprecherin erklärte. Über die Höhe des Preises, den Travco für die Kauf von Steigenberger bezahlte, wurde dagegen nichts bekannt.
Der Tätigkeitsschwerpunkt der Steigenberger Hotels lag bisher auf dem deutschsprachigen Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit dem Verkauf an Travco wolle sich das Unternehmen künftig noch internationaler ausrichten, wie Geschäftsführer André Witschi betont. Travco betreibt überall in der Welt bereits mehrere Hotels, veranstaltet Nilkreuzfahrten in Ägypten und bietet touristische Dienstleistungen aller Art an, was den Konzern nach Überzeugung der Familie Steigenberger zu einem potenten Investor für die Zukunft macht.
Die Hotelkette gehörte zuletzt zu 99,6 Prozent der Familie Steigenberger, ist im Besitz dreier Häuser und erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz in Höhe von 494,9 Millionen Euro. Der Frankfurter Hof, Airport Hotel (beide Frankfurt/Main) sowie das Belvédère Hotel in Davos bleiben auch im Besitz der Familie Steigenberger, werden im Zuge des Verkaufs jedoch an den neuen Betreiber verpachtet. Auch alle anderen Pachtverträge sollen unabhängig vom Verkauf nach Ägypten weiterhin ihre Gültigkeit besitzen, so dass sich für die Gäste und das Personal in den Steigenberger Hotels zunächst nichts ändert.
