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Politik und Archäologie uneinig über Alter der Cheops-Pyramide in Gizeh

Die drei Pyramiden von Gizeh gehören zu den wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Ägypten, einem Land, in dem wahrlich kein Mangel an großartigen und monumentalen Bauwerken auszumachen ist. Um die Cheops-Pyramide, die größte der drei Pyramiden und eines der Sieben Weltwunder der Antike, ist in Ägypten nun ein Streit zwischen Politikern und Archäologen entbrannt. Dabei geht es um das genaue Alter der Cheops-Pyramide, das nach Meinung der Archäologen bei rund 4.500 Jahren liegen soll.

Der ägyptische Gouverneur Al-Dschisa, das Oberhaupt der Pyramiden-Verwaltung in Gizeh, will dagegen noch genauere Kenntnisse besitzen als die Fachwelt und spricht davon, dass die Cheops-Pyramide am heutigen Sonntag (23. August) vor genau 4.600 Jahren erbaut worden sein soll. Dementsprechend hat Al-Dschisa den 23. August als Nationalfeiertag über ganz Ägypten ausgerufen, lässt dabei allerdings offen, ob das Datum den Beginn oder das Ende der Bauzeit markieren soll.

Zahi Hawass, Chef der Altertumsverwaltung in Ägypten und damit oberster Archäologe des Landes, und seine Kollegen widersprechen dieser Darstellung nicht nur, sondern fordern den Gouverneur zur Rücknahme des Nationalfeiertags auf. Ein solcher Feiertag habe erst dann seine Berechtigung, wenn es gelänge, den Bau der Cheops-Pyramide genau und anhand von wissenschaftlichen Fakten zu datieren. Ob dies jemals möglich sein wird, wird von den Archäologen in Ägypten jedoch stark bezweifelt, was mit der enormen Größe des Bauwerks und der vergleichsweise hohen Alter begründet wird.

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