Kleidung in Ägypten

Das Thema "Kleidung in Ägypten" umfasst zwei Bereiche. Zum einen gehört hierzu die traditionelle Kleidung der einheimischen Bevölkerung, zum anderen die schickliche Bekleidung von Touristen..

Die Kleidung der Ägypter
Inzwischen hat sich auch in Ägypten landesweit der westliche Kleidungsstil durchgesetzt, während die traditionelle ägyptische Kleidung überwiegend nur noch in der Folklore sowie in einigen ländlichen Gebieten getragen wird.
Traditionell tragen Männer die Galabija. Hierbei handelt es sich um ein langes Gewand mit weiten Ärmeln, welches Hemd und Rock zu einem Kleidungsstück verbindet. Die Galabija ist lang und besitzt keinen Kragen. Sie gilt als ideal für das warme ägyptische Klima und wird in Verbindung mit Boxer-Shorts und einem Unterhemd getragen. Bei Kälte wird ein Pullover untergezogen. Frauen tragen die Galabija nicht, einige Reiseberichte weisen jedoch darauf hin, dass früher beide Geschlechter dieses Kleidungsstück beim Reiten angezogen haben.
Für Frauen typisch sind lange Röcke, nicht selten wird ein Rock über der Hose getragen.
Über das Tragen des Kopftuches herrscht Uneinigkeit. Einige Frauen tragen ein solches aus religiösen Gründen, während andere es wegen der mit ihm verbundenen religiösen Symbolik ablehnen.
Die erotisch wirkende Kleidung, wie sie beim Bauchtanz getragen wird, ist ausschließlich diesem vorbehalten.

Kleidung für Touristen
Touristen in Ägypten richten sich aus Höflichkeit gegenüber ihren Gastgebern nach einigen Anforderungen, die grundsätzlich an die Kleidung gestellt werden. Dazu gehört zunächst das grundsätzliche Bedecken der Knie und der Ellenbögen bei beiden Geschlechtern. Shorts oder Mini-Röcke können in der Hotelanlage getragen werden, sie sind im Speisesaal aber nicht angemessen. Im Wasser und am Strand darf natürlich normale Bademode angezogen werden, wobei der Verzicht auf das Bikini-Oberteil bei Frauen ebenso unangebracht ist wie das ohnehin verbotene Nacktbaden.
Einige ägyptische Frauen tragen am Strand Badebekleidung, die fast den ganzen Körper bedeckt. Diesem Beispiel müssen Touristinnen nicht folgen, sie sollten dieses Verhalten aber unbedingt respektieren.
Eine weitere Stolperfalle stellen T-Shirts dar. Diese gelten in Ägypten als Unterhemden und werden somit nicht in der Öffentlichkeit gezeigt.
Beim Besuch einer Moschee ist das Tragen ausreichender Kleidung besonders wichtig, da ansonsten der Zutritt verweigert wird. Die Schuhe werden dort ausgezogen, sie müssen aber wieder angezogen werden, wenn die Toilettenanlage innerhalb des Gebäudes benutzt wird.
Lange Hosen werden bei Frauen überwiegend toleriert, bei einem Besuch in einer Moschee ist jedoch ein langer Rock zu bevorzugen.
Eine Kopfbedeckung ist als Schutz vor der Sonne zu empfehlen.
Da es am Abend durchaus auch in Ägypten kühl werden kann, packt der Reisende mindestens einen warmen Pullover oder eine leichte Jacke ein.

Wer sich in Ägypten nicht an die Regeln einer angemessenen Kleidung hält, wird selten auf sein Verhalten angesprochen. Er bestätigt allerdings das Vorurteil, dass sich Europäer nicht an die Sitten der von ihnen bevorzugt besuchten Orte anpassen können. Grundsätzlich sind die Sitten an der Strandpromenade in Hurghada oder Sharm el Sheikh weniger streng als in Städten, die seltener von Touristen besucht werden. In Restaurants werden nicht angemessen gekleidete Touristen gelegentlich zurückgewiesen.