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Menschen im Mittleren Reich

Im mittleren Reich wurde die Hauptstadt von Memphis nach Theben verlegt

Nach einer etwa 150 Jahre anhaltenden Krisenperiode, in welcher es zu Plünderungen der Totengräber und Pyramiden kam, konnte der oberägyptische König Mentuhotep II. für 50 Jahre die Herrschaft erlangen. Die vom Süden eindringenden Nubier drängten er zurück und ließ die Angriffe der Libyer aus dem Norden erfolglos bleiben. Ebenfalls unterband er die Einwanderung asiatischer Nomaden. Demzufolge konnte das ober- und unterägyptische Land erneut vereint und unter Kontrolle gehalten werden, sodass das Volk wieder Vertrauen gegenüber seinem Pharao fasste. Aufgrund der erfolgten Wiedervereinigung wurde die Hauptstadt von Memphis nach Theben verlegt.

Nur wenig später vergrößerte Amenemhet I. das Land, indem er durch Kämpfe gegen das libysche Volk bis ins tiefste Nubien vordrang. Sein Nachfolger Sesostris I., welcher schon an der Herrschaft seines Vaters beteiligt war, konnte die Goldminen von Uadi-Allaki in seinen Besitz bringen, sodass Ägypten einen nie dagewesenen Reichtum erfuhr.

Einer der größten Herrscher Ägyptens war Sesostris III., der Nubien nun endgültig einnahm und bis nach Palästina vordrang. Um die Machtposition zu halten, baute er entlang der Grenze zum Sudan eine große Anzahl von Festungen, die dank des Suezkanals mit dem Schiff erreichbar waren.

Weitere wirtschaftliche Errungenschaften wurden mit regem Handelsverkehr realisiert und reichte bis zum Roten Meer und in die Weiten des Mittleren Osten. Ägypten war durch die neu geschaffene, auf Planmäßigkeit begründete Ordnung machtpolitisch so weit gestärkt, dass nachfolgende Pharaonen sich hauptsächlich nur noch um die Wiederherstellung und Festigung von Handelsbeziehungen sowie Expeditionen kümmern brauchten.

Aufgrund der positiven Veränderungen in der Zeit von 2.134-1.784 v.Chr. entwickelten sich auch neue Formen der Kunst. Skulpturen und Bildnisse verkörperten nicht mehr in starrer Würde den Gottkönig, sondern wurden nun irdischer und menschlicher gestaltet und detailierter dargestellt. Weiterhin erreichte auch die Literatur während dieser Epoche ihren Höhepunkt.