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In nur 15 Minuten 529 Todesurteile in Ägypten ausgesprochen

In nur 15 Minuten verhängte ein Gericht in Minia in Oberägypten 529 Todesurteile. Die Todesurteile sollen an ägyptische Muslimbrüder vollzogen werden. Derzeit sind 382 Verurteilte auf der Flucht. Insgesamt waren 1.200 Muslimbrüder angeklagt, 16 Personen davon wurden freigesprochen.
Die aktuellen Machthaber in Ägypten greifen mit aller Härte gegen die Muslimbrüder durch. Mit den Massenhinrichtungen wollen sie zudem ihre Macht im Land demonstrieren. Bisher wurden 529 Todesurteile augesprochen. Weitere 680 Urteile sollen diese Woche ebenso in einem Schnelldurchlauf folgen.
Hintergrund für die massenhaften Verurteilungen waren schwere Krawalle im Jahr 2013, bei denen zwei Dutzend Kirchen, ein koptisches Waisenhaus, zwei auf dem Nil geparkte Restaurantschiffe, eine jesuitische Bibliothek und ein Behindertenzentrum des 125 Jahre alten Jesuitenordens von den Angeklagten verbrannt worden seien. Zudem hätten sie Gebäude von Regierungseinheiten und Polizeistationen angegriffen. Bei den Krawallen wurden vier Beamte verletzt und ein Polizeioffizier sei ums Leben gekommen.
Die Urteilsfällungen wurden unter Ausschluß der Öffentlichkeit vollzogen. Plädoyers der Verteidung der Angeklagten wurden seitens der Richter abgelehnt. Jedoch sei Revision möglich.
Mit den gefällten Todesurteilen droht Ägypten ein weiterer Ausnahmezustand, wenn sich die Proteste, gerade in den Hochburgen der oberägyptischen Muslimbrüder in Minia, Asyut, Sohag, Kairo und Alexandria, verschärfen.
Insgesamt wurden seit dem Sturz von Mohammed Mursi 21.000 Personen verhaftet, die allesamt in den ägyptischen Gefängnissen untergebracht sind. Diese quellen aktuell über. Es gibt so gut wie kaum noch freie Plätze. Es wird von Vergewaltigungen und gewalttätigen Übergriffen in den Gefängnissen berichtet. Bei den Protesten, die durch den Sturz von Mursi stattfanden, starben laut offiziellen Medienangaben etwa 600 Personen.

Quelle: www.zeit.de/politik/ausland/2014-03/aegypten-todesurteil-muslimbrueder

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