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Wechsel an der Spitze der Altertumsverwaltung in Kairo

Die Archäologen in Ägypten haben seit gut einer Woche einen neuen Chef. Zahi Hawass, der bisherige Chef der Altertumsverwaltung mit Sitz in Kairo, zuständig für sämtliche archäologischen Fragen rund um die Pyramiden und sonstigen antiken Sehenswürdigkeiten im Land der Pharaonen, musste seinen Stuhl räumen und wird nun von Emad Abu Ghazi beerbt. Der bisherige Generalsekretär des Obersten Kulturrates in Ägypten wurde am vorvergangenen Wochenende zum neuen Minister für Altertümer bestellt, womit auch die Altertumsverwaltung in den Tätigkeitsbereich von Emad Abu Ghazi fällt.

Zahi Hawass wurde erst im Januar 2011, damals noch auf Geheiß von Ex-Präsident, zum Minister für Altertümer befördert. Zuvor hütete der Archäologe die antiken Sehenswürdigkeiten in Ägypten, von den Pyramiden in Gizeh bis zu den Tempeln am Nil, seit 2002 fast noch besser als seinen Augapfel. Kein Stein durfte in Ägypten ohne die Zustimmung von Zahi Hawass umgedreht werden, was nicht selten mit strengsten Auflagen verbunden war und nicht eben zur Steigerung der Beliebtheit unter seinen Kollegen aus dem In- und Ausland beitrug.

Berüchtigt war Zahi Hawass auch für die von ihm betriebene Jagd auf antike Kulturgegenstände, die überwiegend im 20. Jahrhundert aus Ägypten geschafft wurden und heute in Museen in aller Welt zu bestaunen sind. Auch das Neue Museum in Berlin lag mit Hawass seit Jahren im Clinch, da Ägypten hartnäckig auf der Rückgabe einer Nofrete-Büste beharrt, die vor Jahrzehnten widerrechtlich außer Landes geschafft worden sein soll.

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