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Alexandria: Archäologen bergen Relief aus dem Mittelmeer

Nicht nur die Pyramidenfelder in Gizeh oder Dashur, jeweils in der Nähe von Kairo gelegen, machen Ägypten für Archäologen zu einem lohnenswerten Reiseziel. Spätestens seit dem Fund eines Nebenflügels des Palastes, der der Königin Kleopatra zugeordnet wird, zählt auch Alexandria zu den bevorzugten Grabungsgebieten in Ägypten. Anders als bei den Pyramiden und Tempeln sind die Archäologen in Alexandria jedoch nicht in erster Linie auf dem Festland tätig, sondern im Mittelmeer. Dort, im Hafen von Alexandria, wurde zuletzt nicht nur der Palast der legendären Kleopatra lokalisiert, sondern auch das bisher verschollene Grab der Königin und ihres Geliebten Marcus Antonius vermutet.

Derzeit beschäftigt die Archäologen in Alexandria jedoch ein Fund, der allenfalls indirekt mit Kleopatra in Zusammenhang zu bringen ist. Dabei handelt es sich um ein Relief, das die Oberfläche eines zwei Meter dicken und neun Tonnen schweren Steinbrockens ziert. Zahi Hawass, der Leiter der Altertumsverwaltung in Ägypten, konnte bisher nur bestätigen, dass es sich dabei um ein Steinblock aus dem Isis-Tempel handelt, der zur Zeit Kleopatras im damaligen Alexandria zu Ehren der gleichnamigen Göttin errichtet wurde. Nähere Erkenntnisse sollen sich durch weitere Untersuchungen ergeben.

Das antike Alexandria, von wo aus Kleopatra das damalige Ägypten regierte, teilt ein ähnliches Schicksal wie einige griechische Inseln und Städte, die vor rund 2.000 Jahren am Mittelmeer in voller Blüte standen. Mit der steigenden Küstenlinie rund um das östliche Mittelmeer versank Alexandria teilweise in den Fluten, was die Arbeitsumstände für die heutige Archäologie erheblich erschwert.

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