Studie kommt der Architektur im Alten Ägypten auf die Spur
Nicht nur die Art und Weise, wie die Ägypter in der Zeit der Pharaonen die riesigen Pyramiden bauen konnten, stellt die Fachwelt bis heute vor ein Rätsel, sondern auch weitere Fragen über die Architektur im Alten Ägypten sorgt für kontroverse Diskussionen unter den Archäologen. Als weitgehend gesichert gilt hingegen die Annahme, dass Pyramiden, Tempel und vergleichbare Bauwerke in Ägypten schon vor Jahrtausenden an den Gestirnen des Himmels ausgerichtet worden sind. Ägypten verfügte damals nicht nur über außergewöhnliche Fähigkeiten im Bereich der Architektur, sondern war auch der Astronomie, der Sternenkunde, führend.
Ein internationales Team von Astronomen aus Ägypten und Spanien machte es sich in den vergangenen Monaten zur Aufgabe diese These – die Ausrichtung von Tempeln und Pyramiden nach den Sternen – anhand einer Studie zu belegen. Zu diesem Zweck wurden nicht weniger als 650 Tempel, Pyramiden und ähnliche Bauwerke in ganz Ägypten genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis lässt kaum noch Zweifel daran zu, dass diese Bauwerke im Alten Ägypten tatsächlich nach den Sternen ausgerichtet wurden, was auch heute noch, über tausende Jahre nach deren Entstehung, nachweisbar ist.
Als Prunkstück der Studie gelten die Tempel von Karnak, die direkt am Nil bei Luxor zu finden sind und vor allem bei Nilkreuzfahrten ein begehrtes Ausflugsziel für Touristen aus aller Welt darstellen. Während die Tempel von Karnak nach der Wintersommerwende ausgerichtet wurden, dienten die hellsten Sterne des von der Erde aus sichtbaren Orbits – Sonne, Mond, Jupiter, Merkur und Mars – als weitere beliebte Fixpunkte beim Bau von Pyramiden und Tempeln im Alten Ägypten.
